Vom 29. bis 31. Mai war es wieder so weit: Rund 45 Kletterbegeisterte der Sektion Kassel machten sich auf den Weg zum traditionellen „Anklettern“ im wunderschönen Frankenjura. In diesem Jahr bot der gemütliche Landgasthof Pension Fischer in Stierberg die perfekte gemeinsame Basis für das Wochenende – ideal aufgeteilt für die Camping-Fans und diejenigen, die eine feste Unterkunft bevorzugten.
Ein gemütlicher Start und bange Blicke aufs Regenradar
Zum ersten großen Treffen und Kennenlernen kamen alle Teilnehmer/innen am Freitagabend im Landgasthof in Stierberg zusammen. Die Stimmung war von der ersten Minute an locker und entspannt. Obwohl sich viele untereinander vorher noch gar nicht kannten, war das Eis schnell gebrochen. Für den ersten kulinarischen Gesprächsstoff sorgte direkt die fränkische Speisekarte: Die Frage „Ja, was ist denn bitteschön ein Schäufele?“ wurde ausgiebig diskutiert ... und direkt für den nächsten Abend vorbestellt.
Die Wettervorhersage war alles andere als rosig, es waren heftige Unwetter angesagt. Mit einem entsprechend mulmigen Gefühl wurde auf den Smartphones immer wieder das Regenradar gecheckt, und beim Bier drehten sich die Gespräche vor allem um die Frage: „Wo können wir morgen überhaupt klettern und wie stark trifft es uns?“
Klettern in der Hexenküche und ein nasser Nachmittag
Am Samstagmorgen machten wir uns trotz mäßiger Wetter-Prognosen auf den Weg zur Hexenküche. Das Bangen beim Blick aufs Radar hatte sich bis dahin gelohnt, denn der Vormittag hielt erstaunlich gut. Erst am Samstagnachmittag erwischte uns dann doch noch eine ordentliche Dusche.
Von den angekündigten schweren Unwettern blieben wir zum Glück komplett verschont! Unsere Vorsteiger hatten bis dahin schon fleißig Seile eingerichtet, sodass trotz der nassen Unterbrechung jede/r an den Start gehen, sich ausprobieren und das Beste aus dem Tag herausholen konnte. Die gute Stimmung ließ sich ohnehin niemand vermiesen.
Kulinarik und neue Pläne
Bestens gelaunt traf sich die gesamte Truppe am Samstagabend wieder im Landgasthof Fischer und ließ den Tag beim fränkischen Nationalgericht „Schäufele“ (oder einem der anderen leckeren Gerichte) und dem einen oder anderen Bierchen ausklingen.
Sonntags-Highlight: Die Neuhauser Wand
Bei strahlendem Sonnenschein versammelten wir uns am Sonntagmorgen wie auch schon im Jahr zuvor an der Neuhauser Wand. Das Beste: Der „Zustieg“ dauerte gerade einmal zwei Minuten vom Parkplatz!
Unser Fazit zur Neuhauser Wand: Eine freistehende, sonnenverwöhnte Wand, die auf den ersten Blick für fränkische Verhältnisse fast zierlich wirkt. Doch sie hat es in sich! Von griffigem Lochkalk über Risse und Kamine bis hin zu einer Vielzahl bestens eingebohrter Routen in allen Schwierigkeitsgraden war alles dabei. Perfekt für unsere große Gruppe, hier hatte jede/r seinen Spaß.
Gegen 15:00 Uhr traten alle erschöpft, aber rundum glücklich und zufrieden die Heimreise nach Kassel an.
Ein ganz herzliches Dankeschön gilt David „Dave“ Umbach für die hervorragende Organisation !
Dank des positiven Feedbacks war auch schnell der Termin für das nächste Jahr gefunden und direkt reserviert: 21. – 23. Mai 2027, wieder im „Landgasthof Pension Fischer“.
Martin Benseler