01.08.2026
Von der Idee zum fertigen Raum
Die Sommerferien waren offiziell frei von den wöchentlichen Jugendgruppenterminen. Doch für unsere engagierten Jugendleiter*innen bedeutete diese Zeit keineswegs nur Pause – stattdessen nutzten sie die Gelegenheit tatkräftig, um ein lang gehegtes Vorhaben endlich zu verwirklichen: Einen eigenen Jugendraum für unsere Jugendgruppen.
Die Idee eines solchen Raumes bestand bereits seit längerer Zeit. Was zunächst fehlte, war die praktische Umsetzung: Welche Räumlichkeiten kämen infrage? Wie ließe sich eine Nutzung koordinieren? Diese Fragen mussten gemeinsam mit der Hallenleitung und dem Vorstand geklärt werden, bevor es konkret werden konnte.
Schließlich fiel die Entscheidung auf den Glasraum auf der Empore – eine ehemalige Bürofläche der Festangestellten, die aktuell nicht mehr anderweitig genutzt wurde. Der Plan: Aus diesem Raum soll zukünftig sowohl ein Jugendraum während der Woche als auch ein Kindergeburtstagsraum am Wochenende werden. Eine zweifache Nutzung erfordert intelligente Lösungen.
Vom Brainstorming zum ersten Entwurf
Einige unserer Jugendleiter*innen setzten sich zusammen und begannen mit einem umfangreichen Brainstorming. Die grundlegenden Fragen standen im Mittelpunkt: Was wird wirklich benötigt? Welche Möbel sind bereits vorhanden und eignen sich tatsächlich? Wie lässt sich der Raum optimal für die beiden Nutzungsarten einrichten?
Es wurde gemessen, diskutiert, Pläne entworfen und wieder verworfen. Nach mehreren Entwürfen entstand schließlich ein tragfähiger Grundplan.
Schritt für Schritt zur Umsetzung
In der darauffolgenden Woche ging es ans Eingemachte: Ein Sofa wurde mühevoll aus dem Keller hochgeschleppt, ein Spind aus den Umkleiden kam hinzu, und der gesamte Aufbau wurde erneut überprüft. Passte das? Das erste Fazit fiel positiv aus – der Raum sah gut aus und fühlte sich auch tatsächlich bequem an.
Nun ging es an die Wandgestaltung. Fleckenfreie Wände und ein bisschen Farbe sollten den Raum optisch aufwerten. Alle Möbel wurden erneut in die Mitte des Raumes gerückt, um freies Arbeiten zu ermöglichen. Als die letzten Pinselstriche trocken waren, mussten wir lächeln: Das war doch was.
Ein weiterer Tag brachte uns ins IKEA. Noch fehlten ein paar Möbelstücke, und es sollte mit Hilfe von Dekorationselementen gemütlicher werden. Die neuen Möbel wurden dann in der nächsten Woche aufgebaut und integriert. Der Raum nahm langsam seine endgültige Gestalt an.
Nicht ganz fertig – aber das ist gewollt
Trotz aller Fortschritte ist das Projekt noch nicht vollständig abgeschlossen. Ein Schrank muss den Raum noch verlassen; dafür bedarf es jedoch einiger Vorlaufzeit für die Klärung, was mit den darin enthaltenen Gegenständen geschehen soll. Außerdem fehlen z.B. noch Garderobenhaken. Da wir jedoch mitten im Sommer sind und noch nicht so viele Jacken und Outdoor-Ausrüstung anfallen, ist das momentan kein drängendes Problem.
Die Frage ist dabei bewusst offen: Wird das Projekt jemals wirklich "fertig"? Die Antwort lautet wahrscheinlich: Nein. Und genau so soll es sein. Die Kinder dürfen den Raum mitgestalten, weitere Ideen sollen einfließen und wir werden abwarten, wie sich der Raum weiterentwickelt.
Mehr als nur vier Wände
Was wir geschaffen haben, ist weit mehr als ein leerer Raum mit Möbeln. Es ist ein Ort, der ganz für unsere Jugendgruppen da ist – ein Raum, in dem Kinder und Jugendleiter*innen ihre Sachen unterbringen können, in dem sie sich treffen, Absprachen treffen, kleine Lehrinhalte besprechen, aber auch einfach nur chillen und quatschen können.
Ein ganz großes Dankeschön geht an alle fleißigen Helfer*innen, die zur Umsetzung dieses Projektes beigetragen haben! Ohne euren Einsatz wäre dieser Jugendraum nicht geworden, was er heute ist.
Der Jugendraum steht nun allen Jugendgruppen zur Verfügung. Wir freuen uns auf viele gemeinsame großartige Stunden!
Christiane Ott