16.08.2026
Zunächst einmal möchte ich bzw. wir alle ein riesengroßes herzliches Dankeschön an Onko aussprechen, für die tolle Orga, die herzliche Fürsorge und wundervolle kulinarische Begleitung am Wochenende. Er hat einfach an alles gedacht.
Im Nachhinein ist mir nun aufgefallen, dass ich mich mit ihm nicht darüber unterhalten habe, ob seine Intention mit allem, dem entspricht, wie ich es empfunden habe und versuche auch mal von der typischen Berichterstattung ein wenig abzuweichen.
Wir hatten eine tolle Vorbereitungsphase und wurden, nach Möglichkeit, in vieles mit einbezogen und konnten Wünsche äußern. Anfangs hatten sich 8 JuJu´s für den Wochenendausflug gemeldet. Kurzfristig waren wir dann doch 10. Desto mehr, desto besser, desto lustiger. Was mich am meisten beeindruckt hat, es hat einfach alles funktioniert. Von der Arbeitsaufteilung nach Anreise, Zelte aufbauen, Essenzubereitung, Abwasch etc., wir waren ein gutes Team. Und genau dieses Thema Teambuilding ist so wichtig.
Wir sind viele JugendleiterInnen mit unterschiedlichen, ehrenamtlichen Tätigkeiten, an unterschiedlichen Tagen und zu unterschiedlichen Uhrzeiten. Wir sehen uns untereinander nur selten. Privat hat man mit dem einen oder anderen mehr zu tun oder auch weniger. Manchmal gibt es Unstimmigkeiten und Meinungsverschiedenheiten und wenn wir uns nur selten sehen, umso schwieriger als Team zu funktionieren und zu reden. Deswegen war dieses Wochenende für uns so großartig.
Wir waren eine bunte Mischung. Einige von uns klettern regelmäßig draußen am Felsen, andere sind unerfahrener oder sogar Neulinge. Manche haben mehr Routine, manche sind etwas ängstlich. Für einige von uns, ist es draußen anders als drin und klettert nicht mal eben in dem gewohnten Schwierigkeitsgrad im Vorstieg ne Route durch. Sturzangst, Verletzungsrisiko, Routen lesen, Griffe und Tritte sehen muss erstmal gelernt werden. Dazu spielen die mentale Stärke, Motivation und auch Empathie eine große Rolle. Das Verständnis untereinander, füreinander und Rücksichtnahme auf Befindlichkeiten.
So hat uns Christiane am Samstag z. B. eine Route mit Friends so schön abgesichert, dass wir „Angsthasen“ super die Route vorsteigen konnten, um Erfahrung und Sicherheit zu erlangen. Andere haben den Unerfahrenen gezeigt, wie man oben am Top umbaut, um sein ganzes Material wieder mit nach unten zu bringen. Die stärkeren Vorsteiger haben nen Toprope eingerichtet, damit man sich ausprobieren kann, Griffe und Tritte zu suchen/finden. Es war einfach für jeden was dabei, viel gelernt und dabei noch richtig viel Spaß zusammen gehabt.
Da es den Samstagabend etwas geregnet hat, wurde es unter einem großen Tarp etwas kuscheliger. Eng zusammengerückt beim Abendessen und mit Kartenspielen haben wir den Abend ausklingen lassen.
Der Sonntag war recht chillig. Gemütliches Frühstück, alles zusammenpacken, kleine Wanderung für den Zustieg direkt ab Campingplatz. An dem Vormittag war es zum Glück wieder trocken und wir haben kleine Gruppen gebildet. Die einen wollten sich noch etwas austoben in schwereren Routen, die anderen in leichteren Routen den Vorstieg üben und ihre Angst überwinden. Dabei haben wir auch Friends und Keile gelegt und viel Spaß dabeigehabt, diese auszuprobieren, ob sie auch vernünftig halten. Mit ein paar Stürzen und angemessener Hintersicherung, wurde das gelegte getestet und diskutiert.
Naja, und irgendwann mussten wir dann halt auch wieder nach Hause. Das Wochenende hat ein gutes Gemeinschaftsgefühl vermittelt.
Aylin Banze